Ausbau des ÖPNV
Mobilität ist Menschenrecht!
Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) leidet nach wie vor unter einer Infrastrukturpolitik, die sich weitestgehend am motorisierten Individualverkehr orientiert. Dadurch wird er noch immer nicht als attraktive Alternative wahrgenommen. Durch Privatisierung und steigende Kosten gerät der ÖPNV immer mehr unter Druck. Die einseitig orientierte und kurzfristige Kostenbetrachtung im ÖPNV führt dazu, dass auch künftig eine hohe Verkehrsbelastung vorhanden sein wird. Ökologisch verantwortbar ist in Zeiten des Klimawandels aber nur eine Politik, die den ÖPNV zu einer echten Alternative zum motorisierten Individualverkehr ausbaut.
Ein attraktives ÖPNV-Angebot steigert die Lebensqualität der Einwohnerinnen und Einwohner, da die Lärmbelastung sinkt und der Schadstoffanteil in der Luft zurückgeht. Auch ist es zu gewährleisten, dass Menschen mit eingeschränkter Mobilität (z.B. auf Gehwagen oder Rollstuhl Angewiesene, Blinde) die Nutzung des ÖPNV-Angebotes nicht verwehrt bleibt.
Wir plädieren für eine Verkehrswende, in der den umweltfreundlicheren Verkehrsarten (Bus, Schiene, Rad- und Fußverkehr) der Vorrang eingeräumt wird. Auch setzen wir uns für eine bedarfsgerechte Qualitätsverbesserung des Personenbusses ein, wie z.B. die Erweiterung der Anlaufpunkte, die Erhöhung und Verknüpfung des Taktfahrplanes.
Auch eine sozial gerechte Tarifgestaltung im Kreis Coesfeld ist notwendig. Der ALGII Regelsatz beinhaltet deutlich weniger für den ÖPNV, als für eine Monatskarte benötigt würde.
Wir fordern dies nicht nur aus ökologischen sondern auch aus sozialen Gründen. Wir begreifen Mobilität als ein Menschenrecht. Der öffentliche Nahverkehr muss in öffentlicher Kontrolle bleiben. Denn auch Menschen, die über kein Auto verfügen, sollen nicht auf Mobilität verzichten müssen.
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