Für DIE LINKE ist Kultur eine Grundlage persönlicher Selbstentfaltung und gesellschaftlicher Teilhabe. Sie allen Menschen zugänglich zu machen, ist unsere zentrale Forderung.
Kultur ist das, was unser Leben ausmacht. Eine hoch entwickelte kulturelle Infrastruktur und eine lebendige „Freie Szene“ erhöhen die Lebensqualität in einer Gemeinde. Alle Städte und Kreise in Nordrhein-Westfalen geben Geld für “große” und “kleine” Kultur aus. Für sie ist Kulturförderung ein Teil ihres kommunalen Selbstverständnisses. Von Theatern, Museen, Orchester und Bibliotheken, über Musik- und Kunstschulen bis hin zu Volkshochschulen und Denkmalpflege.
Trotz der relativ hohen Ausgaben gelingt es nicht, „Kultur für alle“ zu organisieren. Kultur ist Lebensgrundlage dieser Gesellschaft und bedarf des Schutzes und der Förderung.Neben dem Schutz der Umwelt sollte auch der Schutz der kulturellen Grundlagen seinen Platz in der Landesverfassung haben.
Insbesondere ältere Menschen mit geringen Renten und Kinder, die von ALG II leben, werden Tag für Tag ihrer Chancen auf gesunde Ernährung und gute Bildung beraubt. Darüber hinaus können sie sich keine kulturelle Teilhabe leisten, während die CDU behauptet, sie „wolle keinen zurücklassen“.
Auch in der Kultur wird verstärkt der Rotstift angesetzt. Die Sanierung öffentlicher Kassen auf Kosten von Kunst und Kultur lehnen wir entschieden ab. Stattdessen befürworten wir eine Zusammenarbeit zwischen Kommunen, die sich gegenseitig fördern, um bestehende kulturelle Einrichtungen besser zu nutzen. Denn Kultur hat an Lebensqualität, Identität, Wachstum, Integration und Bildung in einer Kommune entscheidenden Anteil und ist somit eine unverzichtbare Grundlage für ein soziales und gerechtes gesellschaftliches Zusammenleben.
DIE LINKE will deshalb Kulturpolitik neu ausrichten. Für uns stehen nicht einige, wenige Großereignisse im Jahr im Vordergrund, sondern die Förderung vieler kleiner Projekte und Einrichtungen, die für alle zugänglich sind. Aufgabe der öffentlichen Hand ist die finanzielle Unterstützung einer breiten Kultur für alle, um die Vielfalt zu sichern. Wenn gerade in Zeiten knapper Kassen hauptsächlich „Leuchtturmprojekte“ gefördert werden, bleibt diese auf der Strecke.
DIE LINKE verfolgt das Ziel, Respekt, Toleranz und Vielfalt zu fördern. Deshalb setzt sie sich für die Förderung antirassistischer und interkultureller Kultur- und Bildungsangebote anstelle einer angeblichen „Leitkultur“ ein. Film und Fernsehen bieten eine Chance, sozialpolitische Themen für weite Kreise der Bevölkerung interessant zu machen und die notwendigen Informationen zur breiten Mitwirkung im Gemeinwesen leicht verständlich aufbereiten.
Solche Projekte gilt es zu fördern. Deshalb setzen wir uns für den Ausbau des selbst verwalteten, unabhängigen Bürgerfunks ein, statt ihn weiter einzuschränken. Sponsoren und Mäzene dürfen keinen bestimmenden Einfluss auf öffentliche Kulturangebote erhalten. Denn Kulturfinanzierung ist eine Kernaufgabe der Kommunen. Sie muss angemessen und nachhaltig erfolgen. Programmvielfalt versprechen drinnen und draußen die Angebote der freien Kulturszene „Nischenkultur“, Szenetreffs, Ausstellungen und Kleinkunstbühnen. DIE LINKE fordert materielle und ideelle Unterstützung für Theatergruppen aus unterschiedlichen Kulturen und Schichten.
DIE LINKE tritt ein für:
• die Neuausrichtung der kommunalen Kulturpolitik in Richtung „Kultur für Alle“;
• die Förderung der kulturellen Vielfalt, statt „Leuchtturmprojekte;
• eine antirassistische, interkulturelle Politik statt „Leitkultur“;
• die Förderung des freien Bürgerfunks, die Aufhebung der gekürzten Sendezeiten und die Wiedereinführung der Sendezeiten am frühen Abend
• die Wiedereinführung des Musikunterrichts, wo er in den Schulen ausfällt;
• das Erlernen eines Instrumentes Dies muss so bald wie möglich fester Bestandteil des Vor- und Grundschulunterrichts werden. Die Finanzierung muss verlässlich vom Land übernommen werden;
• die ausreichende finanzielle und personelle Ausstattung der Musikschulen;
• Sozialtarife an Musik- und Volkshochschulen für sozial schwache Menschen und kostenlose Angebote für deren Kinder;
• Förderung von Auftritten freier Theater- und Musikgruppen
• den Erhalt und Ausbau kommunaler Kultureinrichtungen