Diese Seite ist "work in progress", wird also permanent aktualisiert und dient der Information. Schwerpunkt liegt auf der betrieblichen Ebene und den Auswirkungen der Krise auf die Betriebe, die Belegschaften, die Betriebsräte, die Gewerkschaften!
Im Mittelpunkt steht die Frage, was die Linke tun kann, tun muss, welchen Beitrag sie JETZT leisten muss im Kampf gegen die Auswirkungen der Krise.
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„Die Krise als Chance nutzen!“ – von überall kommt jetzt dieser Aufruf – und es kommen die schlauen Artikel und die noch schlaueren Tagungen dazu.
Die Krise ist nun voll in der Realwirtschaft angekommen und die Betriebe müssen auf die dramatischen Folgen reagieren. Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als jetzt die Mittel einzusetzen, die ein Unternehmen hat, die Krise nicht zu einer eigenen Existenzkrise werden zu lassen. Einige hat es allerdings schon „erwischt“, sind vom Markt verschwunden, wobei allerdings immer wieder genau darauf geachtet werden muss, was die Ursachen einer Insolvenz sind und inwieweit diese tatsächlich mit der aktuellen Krise etwas zu tun haben, oder ob sich dahinter ganz andere Prozesse und Probleme verbergen.
Karmann hat heute Insolvenz angemeldet – aber geht es dabei nicht vorrangig um den Sozialplan? Ist es nicht eher so, das Karmann für diese Krise nicht zahlen möchte und daher alle Wege geht, um aus dieser Zahlungsverpflichtung heraus zu kommen?
Cargobull kündigt die Entlassung von 500 Beschäftigten an – die befristeten Verträge laufen allesamt aus und es gibt keine Aussicht auf Übernahme. Die Leiharbeiter hat man bereits „nach Hause“ geschickt, jetzt geht es an die Kernbelegschaft. Aber welche Chancen hat das Unternehmen? Wir leben in einer kapitalistischen Gesellschaft und die Wirtschaft funktioniert nach einer „Marktlogik“ und die erwartet jetzt HANDLUNG!
Das kann man jetzt für nicht gut befinden, aber das sind die Spielregeln in diesem System. Wenn die Produktion einbricht, wenn die Nachfrage gegen Null tendiert, dann bleibt auch einem Unternehmen wie Cargobull nur dieser Weg. Wer also ein anderes System, wer eine andere Logik haben möchte, der muss sich schon mal genauer mit Wirtschaft beschäftigen.
Wo jetzt Menschen gehen müssen, wurde bisher nicht gesagt – Altenberge soll auf alle Fälle nicht ganz so deftig in Mitleidenschaft geraten, was für die anderen Werke nicht Gutes bedeutet. Man rechnet mit einer Besserung allenfalls 2010, also richtet man sich bei Cargobull auf eine längere Durststrecke ein. Die Kurzarbeit kann bis maximal 18 Monate genutzt werden – das passt dann schon – aber wovon sollen die Menschen leben? Das Top-Management und der Vorstand haben auf einen Monatslohn verzichtet und das Geld steht für die Kurzarbeiter zur Verfügung – das ist eine nette Geste, aber wie lange kann jemand mit seinem Kurzarbeitergeld auskommen?
Was machen die Mitarbeiter während der Kurzarbeit – sind da Weiterbildungsmaßnahmen geplant, nutzt man alle Instrumente?
Man kann das Unternehmen kritisieren – insbesondere die Personalpolitik der letzten Jahre – aber jetzt, in der Krise, müssen Alternativen diskutiert werden, denn es gibt ja auch eine „Zeit nach der Krise“, und wenn man aus dieser Krise lernen will, dann muss man jetzt anfangen!
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Auch andere reden über die Krise bei Cargobull - hier als Beispiel der Beitrag eines Bloggers auf dem Blog "Die Linke Gescher" www.die-linke-gescher.bolg.de
Die Krise ist voll angekommen - was muss die Linke tun - was kann die Linke tun?
Natürlich ist die Krise auch im Münsterland angekommen - und sie zeigt ihre fatalen Wirkungen. Wie auch andernorts werden zunächst die Leiharbeiter nach Hause geschickt, und gerade in den Betrieben, in denen man in den letzten Jahren den massiven Ausbau der Leiharbeit zugelassen hat, wird dieses "beschäftigungspolitische Instrument" jetzt voll ausgenutzt - die Leiharbeiter werden nicht mehr gebraucht!
"Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen!"
Nehmen wir den Fall Cargobull - und hier für die Region die Unternehmen von Cargobull in Horstmar, Altenberge, aber auch Vreden.
Karriere - Offene Stellen Wir bieten zur Zeit folgende freie Stellen an: Im Moment liegen keine Stellenangebote vor.
So die aktuellen Stellenangebote bei Cargobull - aber wen wundert's!
Machen wir mal einen Schnelldurchlauf durchs INTERNET und schauen auf die Schlagzeilen des Unternehmens in den letzten Jahren: (die verweisenden Quellen dazu siehe unten)
Was lernen wir daraus?
Es gibt eine Zeit "vor der Krise" und eine Zeit "nach der Krise"!
Das Unternehmen hatte sich zu einer der am profitabelsten wachsenden Unternehmen Europas entwickelt, und das auf Kosten der Belegschaft. Die Arbeitsstunden für einen Anhänger sanken von 180 auf 40 und der Lohnkostenanteil auf 8 Prozent. Das Verhältnis von "normal Beschäftigten" zu Leiharbeitern kehrte sich in ein gefährliches Verhältnis um, aber das war unternehmerisch gewollt, denn mit dieser "flexiblen Größe" konnte man die Schwankungen in der Produktion auf die (Leih)Arbeit abschieben und machte sich damit unabhängiger von den Forderungen des Betriebsrats.
Jetzt, in der KRISE, werden diese Leiharbeiter nicht mehr benötigt und "nach Hause" geschickt, für die restliche Belegschaft bleibt die Angst und die Kurzarbeit. Man schaut jetzt auf die Gruppe derjenigen, die mit befristeten Verträgen beschäftigt sind und benutzt diese nun ebenfalls als Manövriermasse und schickt sie bei Vertragsende "nach Hause" - und irgendwann geht es dann tatsächlich ans Eingemachte. Wenn nichts mehr geht, dann muss man auch an den Kern.
"Im Vordergrund steht, dass die qualifizierte Stammbelegschaft gehalten wird, um später nach dem Auftragseinbruch wieder auf den Wachstumskurs einlenken zu können", so ein Unternehmenssprecher.
Die Krise ist mit voller Wucht angekommen - und sie wird sich weiter entfalten. In den Betrieben werden die Auseinandersetzungen zunehmen. Darauf müssen wir uns ALLE einstellen und jetzt Strategien überlegen und Partner für einen Kampf finden.
Wenn wir hier auf den "Fall Cargobull" fokussieren, dann deswegen, weil es dort aktuell die Auseinandersetzung gibt, aber auch, weil sich an diesem Unternehmen exemplarisch eine Menge aufzeigen lässt bezüglich der Entwicklung des kapitalistischen Systems in der "Realwirtschaft"
Hier ein kurzer - natürlich nur skizzenhafter - Ablauf der Geschichte der CARGOBULL seit 2003.
2003 - Cargobull eine Erfolgsgeschichte. Das Unternehmen präsentierte sich als "hidden champion" und man war stolz auf das Erreichte. Gerne präsentierte man sich auch den Besuchern und beglückte das Land mit Vorträgen. (Hier kann man welche Nachlesen)
2005 freute man sich dann so richtig bei Cargobull, denn man war ANGEKOMMEN! Jetzt gehörte man zu den Umsatzmilliardären unter den deutschen Unternehmen, hatte von 1994 auf 2004 mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 17% den Umsatz von 260 Mill. Euro in 1994 auf 1,21 Mrd. Euro in 2004 gesteigert. 2006 sah man den Umsatz für 2009 schon bei über 2 Mrd. Euro - und sprach auch von einem Beschäftigungsboom bei Cargobull. Man profitierte vom allgemeinen Aufschwung in der Logistikbranche, nutzte die EU-Osterweiterung und änderte sowohl die Produktionsstrukturen als auch die Managementstrategie. Dabei lies man sich natürlich "beraten" und las auch die "schlauen Bücher".
Das Wachstum war enorm - und auch die Belegschaftszahl stieg gewaltig. Aber es wurden nur noch wenige "normale Vollarbeitsplätze" angeboten, sondern man griff auf alle möglichen "prekären Verhältnisse" zurück - ob nun die Befristung oder die Leiharbeit oder andere Formen. Neue Werke wurden gebaut bzw. bestehende erweitert - sowohl in Deutschland als auch im Ausland. Produktionsverlagerungen waren eh das große Thema in der Industrie.
Aber schon frühzeitig mehrten sich die kritischen Stimmen an diesem Konzept der "prekären Beschäftigung" und so ging beispielsweise ELISABETH NIEJAHR in einem ZEIT-Artikel im März 2006 auf die "Kollegen zweiter Klasse" genauer ein. Cargobull störte diese "Stimmungsmache" nicht - sie betrieben unbeirrt ihre Personalpolitik weiter - auch gegen den Betriebsrat, der sich teilweise vehement versuchte, gegen die Leiharbeit zu stemmen.
Dann zogen allerdings 2008 die ersten Wolken einer Krise auf, die sich immer mehr zusammen zogen und schließlich die Reaktion des Unternehmens erforderten. Eine Besserung ist momentan nicht in Sicht und die Kurzarbeit wurde verlängert. ______________________________________________________
BILANZ (STAND 15.03.2009) nach Informationen aus der Presse / Mitteilungen anderer Einrichtungen:
Von den 1.516 Beschäftigten an den Standorten Altenberge/Horstmar wurden bis Ende Oktober alle 474 Leiharbeiter abgemeldet. Bis Ende März laufen 150 befristete Verträge aus, die auch nicht verlängert werden - und dann noch einmal 102 befristete Verträge bis Ende Juni 2009. Es droht also eine Halbierung der Beschäftigtenzahl an diesen beiden Standorten.
Gerade die "befristeten Arbeitsverträge" sorgen nun für Aufregung. Der Betriebsrat hat die Politik aufgefordert, das Gesetz dahingehend zu verändern, das ehemals befristete Verträge auch nach dem Auslaufen im Falle einer Besserung bei Cargobull wieder zu befristeten Verträgen führen können. Das sieht das Gesetz an dieser Stelle nicht vor, sondern erwartet bei einer erneuten Einstellung den unbefristeten Arbeitsvertrag. Laut Betriebsrat führt dieser Umstand dann allerdings dazu, das Cargobull diese ehemals befristet angestellten Mitarbeiter allenfalls als Leiharbeiter zurück nehmen würde - natürlich mit denkbar schlechteren Konditionen für die Mitarbeiter. Der Betriebsrat ist mit seiner Idee auf der Suche nach Bündnispartnern - und auch die Linkspartei wurde angesprochen. Auf der Regionalkonferenz in Ibbenbüren wurde über diese Anfrage gesprochen, aber bisher keine Entscheidung getroffen. Es sollte allerdings mit dem Betriebsrat von Cargobull ein Termin vereinbart werden, auf dem man offen alle Fragen diskutiert und auch mit dem Betriebsrat über weitergehende Zusammenarbeit diskutiert, denn das Problem Cargobull wird andauern und die Linke kann sich hier durchaus einmischen und einen solidarischen Beitrag leisten, allerdings auf der Ebene: KEIN SCHRITT ZURÜCK!
"Wir dürfen keine Personalpolitik unterstützen, die darauf setzt, hoch qualifizierte Mitarbeiter über viele Jahre nur befristet oder als Leiharbeiternehmer zu beschäftigen. Befristete Arbeitsverträge und Leiharbeit sollen Brücken in eine unbefristete Beschäftigung sein. Davon sollten wir uns auch in Krisensituationen nicht abbringen lassen", so Angelica Schwall-Düren (SPD) Und da hat die gute Frontfrau der SPD für den Wahlkreis Coesfeld-Steinfurt mal ausnahmsweise teilweise Recht! - aber uns geht es um die Abschaffung der Leiharbeit schlechthin und auch die Befristung muss weg!
Hier kann es doch nur darum gehen, dass die Leiharbeit bei Cargobull ebenso aufhört, wie die Befristung! Das muss doch Tenor des gemeinsamen Kampfes sein! Die Linkspartei tritt bei den Kreistagswahlen im Kreis Steinfurt an und wird dieses Problem zum Thema machen - und auch im Bundestagswahlkampf steht der Direktkandidat der Linkspartei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Cargobull zur Seite! Hier muss STIMMUNG gemacht werden, aber es geht nicht nur um Cargobull, auch wenn es sich hier deutlicher zeigt, als anderswo! Altenberge gehört zum Wahlkreis Coesfeld-Steinfurt und somit könnte man im Bundestagswahlkampf gemeinsame Veranstaltungen durchführen, um die Menschen in diesem Wahlkreis über das mittlerweile enorme Ausmaß der "prekären Beschäftigung" zu informieren!

Was hat Cargobull mit Fußball zu tun?
Nehmen wir mal das Beispiel Cargobull und vergleichen es mit einer Fußballmannschaft.
Der Trainer einer Mannschaft hat einen Kader (Belegschaft) - und den darf er im Spiel einsetzen bzw. benennen. Unterstellen wir, der Trainer hat 16 Spieler, die er einsetzen darf.
Dann nimmt man ihm allerdings aufgrund von Krankheit oder Verletzung 5 Spieler (die Leiharbeiter) und er muss mit dem auskommen, was er jetzt noch hat, nämlich 11. Spieler.
Das wäre dann zwar immer noch möglich, aber jetzt droht der Ausfall weiterer Spieler wegen Ablauf des Vertrags. Die Saison dauert - und schon bald laufen für zwei Spieler die Verträge aus (befristete Verträge) - und in drei Monaten droht der weitere Ausfall von einem Spieler wegen Vertragsende, da der Verein nicht bereit ist, über eine Verlängerung zu verhandeln.
Er müsste also nach Ablauf dieser Befristung mit ACHT Spielern auskommen - und was würde der Trainer dazu sagen? Was erst die Mannschaft? Und was erst die Gegner und die Zuschauer?
Okay - das Beispiel hinkt wie jedes Beispiel, aber es veranschaulicht die Dimension der aktuellen Krise bei Cargobull! Jeder muss für zwei spielen und alles geben! Der Druck auf die verbleibenden Spieler nimmt ernorm zu und die Spiele werden nicht leichter. Da drängt man doch nachhaltig den Verein, für die drei, deren Verträge auslaufen, neue Verhandlungen zu führen.
Die Krise in Zahlen
Im Münsterland trifft die Krise bei Cargobull zunächst einmal die Städte Horstmar, Altenberge und Vreden direkt, also die Kreise Steinfurt und Borken. Aber natürlich auch andere, angrenzende Kreise, denn viele (Leih)Arbeiter und Angestellte kommen auch aus diesen Kreisen (Coesfeld; Münster) und wirken sich dort in der Arbeitslosenstatistik negativ aus.
Die aktuellen Zahlen der Arbeitslosigkeit in den Kreisen findet man hier: Detaillierte Informationen . Hier kann man sich die Arbeitsmarktberichte der jeweiligen Kreise im Excelformat "downloaden" und sie einer eigenen Betrachtung zuführen.
Im Kreis Steinfurt stieg demnach die Arbeitslosigkeit von November 2008 mit 9.958 auf 12.226 im Februar 2009, die Arbeitslosenquote von 4,4 auf 5,4%. In den anderen Kreisen sieht es nicht viel besser aus - also bekommt die Krise auch "Zahlenwerte". Aber es geht nicht um Zahlen - dahinter stehen menschliche Schicksale und Verwerfungen.
Viele Leiharbeiter waren ja mal Vollzeitbeschäftigte in den Unternehmen, in denen sie nun als Leiharbeiter "gekündigt" wurden, hatten ja schon mächtige Lohneinbußen hinnehmen müssen - jetzt allerdings haben sie nicht einmal das Kurzarbeitergeld.
Schauen wir mal auf die Städte, in denen sich Werke des Unternehmens befinden und beginnen mit Altenberge im Kreis Steinfurt.
Altenberge ist ein Stadt mit 10.200 Einwohnern (30.06.2008) und laut Wikipedia "zählt die Gemeinde Altenberge zu den finanzstärksten Kommunen in NRW, da das Gewerbesteuereinkommen sehr hoch ist. Dennoch ist sie eine überwiegend ländlich geprägte Gemeinde".
Laut "Kommunalprofil für Altenberge" der Landesdatenbank NRW, Stand: 02.01.2009, gab es mit Stichtag 30.06.2007 3.053 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort, davon 1.321 im Verarbeitenden Gewerbe. Davon waren und sind natürlich ein hoher Anteil Beschäftigte bei Cargobull. Das Schicksal dieser Stadt ist also eng mit dem Schicksal von Cargobull verbunden, auch wenn die Altenberger nicht in Altenberge arbeiten. Wie man dem Kommunalprofil entnehmen kann (allerdings hier die Zahlen für Juni 2006), arbeiten von den 3.198 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Wohnort nur 20% in Altenberge, der Rest pendelt! Also müssen die Menschen, die in Altenberge arbeiten, aus den umliegenden Gemeinden kommen und die Gemeinden blicken natürlich auch sorgenvoll nach Altenberge, nach Cargobull.
Horstmar ist die andere Stadt im Kreis Steinfurt, die von der Krise bei Cargobull betroffen ist - also auch hier das zuständige Kommunalprofil. In Horstmar leben 6.626 Menschen (2008) und es gibt 1.133 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Von den Horstmarern arbeiten allerdings nur 16,6% in Horstmar - der Rest muss eingeflogen werden! Auch hier die Bedeutung von Cargobull für eine kleine Gemeinde und für die umliegenden Städte- und Gemeinden!
Kurz belichtet - Cargobull im WWW
Hier folgt eine kurze Sammlung von Verweisen zur Situation bei Cargobull. Cargobull soll hier verstanden werden als ein Beispiel für viele, denn natürlich haben auch andere Unternehmen im Münsterland mit der Krise zu tun und MÜSSEN reagieren.
26.03.2003 Schmitz Cargobull AG - Einblicke! - Schmitz Cargobull AG Erfolgsstories aus erster Hand
01.09.2003 Vereinbarung über die Gründung eines Europäischen Betriebsrats des Schmitz Cargobull Konzerns
2004 Zeitarbeit als Betriebsratsaufgabe - Dokumentation der Arbeitstagung am 28. Oktober 2004 in Düsseldorf
2005 Enable: Wachsen durch Verzicht von Thilo Großer Vier von fünf Produkten hat Schmitz Cargobull ausgemustert, um sich schlank zu machen. Seitdem wächst das Unternehmen wieder: bei Umsatz und Gewinn. Die Kapazität bei Lkw-Aufliegern soll demnächst sogar verdoppelt werden.
17.05.2005 Das Glück des gescheiterten Börsengangs - Familien Schmitz/Hoffmann - Manager-Magazin
26.09.2005 Geschäftsjahr 2004/05 - Schmitz Cargobull gelingt Milliarden-Umsatz
27.10.2005 Branche profitiert von der Osterweiterung - Schmitz Cargobull zieht es nach Ungarn
02.03.2006 ARBEITSMARKT - Kollegen zweiter Klasse Zeit-Artikel über Leiharbeit mt Verweis auf Cargobull
2006 Gründung von Europäischen Betriebsräten bei Schmitz Cargobull, Bahlsen und Radisson
02.04.2006 Der Bulle von Horstmar - Schmitz Cargobull wächst zweistellig mit Lkw-Aufliegern Welt-Online
08.10.2006 30 neue Milliardäre hat das Land
Münsterland goes Europe – die Firma Schmitz Cargobull Erstveröffentlichung 2007
Unternehmensleitbild - Unternehmensentwicklung als ganzheitliche Systementwicklung - 2007
Tarifabschluss in der Metall und Elektroindustrie - "Ein ganz geiler Abschluss"
7/8 2007 Leiharbeit bei Schmitz Cargobull AG, Altenberge - IG Metall Zeitschrift
05.06.07 Produktivitätssteigerung - unverzichtbare Basis für organisches Wachstum Dipl.- Ing. O. Jung - Vorstand Produktion, SCHMITZ CARGOBULL AG
13.06.2007 Morgens um vier vor dem Werkstor
20.06.2007 IG Metall NRW klagt gravierende Missstände in der Leiharbeit an - "Gleiche Arbeit - Gleiches Geld" gefordert
04.07.2007 Leiharbeiter sind in der Überzahl Bericht über eine Aktion der IG Metall vor den Toren von Cargobull
Münsterländer Elefantenbullen 2008
ZeitarbeiterInnen - Ohne Organisation Machtlos Ein Forum der IG Metall
10.02.2008 Schmitz Cargobull steigt auf in die Champions League der am profitabelsten wachsenden Unternehmen Europas www.best-of-european-business.com
13.02.3008 Cargobull geht mit pro-art Werbeagentur auf die Straße
13.04.2008 Ein Bericht über Leiharbeit im WDR als Video - darin auch Cargobull
28.09.2008 - Cargobull: Neues Werk in Russland
Spezialist für Sattel-Auflieger prüft auch den Standort Türkei
10.10.2008 LEIHARBEIT – UNSER THEMA - Zentrale Kampagne der IG Metall
31.10.2008 Cargobull drosselt die Produktion
05.11.2008 MdB Schiewerling macht sich für Schmitz Cargobull und die Anhänger-Branche stark - Politiker zu Blitzbesuch in Altenberge anlässlich des Absatzeinbruchs CDU Altenberge
26.11.08 Schmitz Cargobull: 500 bis 600 Mitarbeiter in Kurzarbeit www.westline.de
26.11.2008 - Ulrich Schümer neuer Vorstandschef bei Schmitz Cargobull
04.12.2008 Drei Gruppen von Beschäftigten leiden besonders unter der Krise
17.12.2008 Altenberge / Horstmar / Vreden - Nach Rekordumsätzen in 2007 und guten Zahlen für das erste Quartal 2008 hat die Weltwirtschaftsflaute nun auch Deutschlands größten Hersteller von Sattelaufliegern für Lastwagen, Schmitz Cargobull, eiskalt erwischt. Knapp 1500 Mitarbeiter in drei Werken im Münsterland gehen in Kurzarbeit.
17.12.2008 Schmitz Cargobull: Kurzarbeit für 2100 Mitarbeiter www.die-topnews.de
2008 (Fehl-)Entwicklungen in der Zeitarbeit?
Expertise im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn
Leiharbeiter sind die ersten Opfer - metallzeitung 1/2009
17.02.2009 TRANSICS STÄRKT MARKTPOSITION DURCH PARTNERSCHAFT MIT SCHMITZ CARGOBULL TELEMATICS
18.02.2009 Schmitz Cargobull: Betriebsrat bittet um Hilfe Altenberge - Nachdem bekannt wurde, dass rund 388 Zeitverträge bei der Schmitz Cargobull AG nicht verlängert werden (die WN berichteten), legt der Betriebsrat am Standort Altenberge/Horstmar nach. In einer Pressemitteilung machen die Arbeitnehmervertreter auf einen offenen Brief aufmerksam, den sie an den Bundesminister für Arbeit und Soziales, Olaf Scholz, geschickt haben. Die Konzernführung wollte das Schreiben gestern nicht kommentieren. WN-Online
01.03.2009 Betriebsräten der Schmitz Cargobull AG sind zu Gast in der Villa Peppone, im Bürgerbüro der SPD in Altenberge
04.03.09 SPD lehnt Forderung ab. Altenberge - In einem Gespräch mit den Betriebsräten der Schmitz Cargobull AG vertrat die SPD-Bundestagsabgeordnete Angelica Schwall-Düren den Standpunkt, dass alles getan werden müsse, in der jetzigen Situation Arbeitnehmer im Unternehmen zu halten. WN
05.03.2009 Weichen gestellt für Erweiterung von Schmitz Cargobull VREDEN Um rund 20 Hektar will der Fahrzeughersteller Schmitz Cargobull sein Werk in Vreden erweitern. Der Stadtrat fasste am Mittwoch einstimmig den Aufstellungsbeschluss für das dazu notwendige Bebauungsplanverfahren. Die Erweiterungsabsichten des Unternehmens wurden einhellig begrüßt.
9.03.2009 Schmitz-Cargobull verlängert Kurzarbeit Münstersche Zeitung.de
Was soll das Kapital denn tun?
Genau diese Frage hören wir so oder anders formuliert immer wieder! Was kann denn der Unternehmer dafür, wenn die Nachfrage einbricht, weil irgendwelche Zocker das System zum Wackeln gebracht haben und der Konsum insgesamt zurück geht. Was bleibt denn dann dem mittelständischen Unternehmen, als zu retten, was zu retten ist? Da geht es doch nicht nur um das Abfangen einer schwierigen Situation - da geht es doch auch um das Privateigentum, das Privatvermögen, und das möchte doch niemand gerne verlieren. Also muss doch das Unternehmen genau das tun, was z.B. Cargobull jetzt tut. Aber es hat sich auch gut auf eine Krise vorbereitet, denn die ganzen Pufferzonen:
- Leiharbeit
- befristete Verträge
- andere prekäre Arbeitsverhältnisse
schaffen doch jetzt in der Krise erst die Möglichkeit, die Kernbelegschaft zu behalten. Das man Menschen entlassen muss, bzw. ihnen den Zugang zum Werksgelände verwehrt, tut auch der Seele des Mittelständlers weh, aber was er tut, tut er im Rahmen einer Logik, nämlich der Logik des kapitalistischen Systems. Da geht es um Rentabilität und um Rendite und nicht um die Frage, wer welches Arbeitsverhältnis hat. Alles, was dem Unternehmen dient, dient auch den Beschäftigten - und deswegen sitzen auch "alle im selben Boot und müssen zu Zugeständnissen bereit sein".
Auf dieser Folie findet dann auch HANDELN statt - da kann man dann auch nach der Devise "Teile und Herrsche!" sehr gut operieren und die Gruppen gegeneinander ausspielen. Aber diese Strategie MÜSSEN wir durchkreuzen - hier brauchen wir klare Ansagen was geht und was nicht!
Cargobull macht gute Umsätze - seit Jahren - und das operative ERGEBNIS lag immer in einem mehr als positiven Bereich. Wer hat allerdings dieses Ergebnis erwirtschaftet? -
Jetzt wird der "MOHR" ausgesondert - werden Menschen in ihrer Existenz bedroht - und da können und werden wir nicht zuschauen!
Wir werden sehr genau auf das achten, was die Betriebsräte von Cargobull fordern und wie sie mit dieser Krise umgehen! Und wir werden auch sehr genau darauf schauen, wie sie die Zeit nach der KRISE angehen wollen. Hier haben sie uns als Bündnispartner, wenn es darum geht, die prekären Verhältnisse abzuschaffen, aber das setzt voraus, das sie uns als Partner begreifen - nicht als GEGNER!
Die Phase der Kurzarbeit wird vom Betriebsrat mitgetragen: „Wir sitzen doch alle im gleichen Boot“, so Thomas Schwier vom Betriebsrat. „Wir wollten nur verhindern, dass das nur auf dem Rücken der Produktion ausgetragen wird.“
Wir schauen aber ebenso auf die anderen Parteien und deren Aussagen zum Konflikt, achten auf das, was das Unternehmen jetzt auch von der Politik fordert (Kommune, Land, Bund ...) und werden uns einmischen!
WAS TUN?
Die wohl wichtigste Frage für uns als Linke - was müssen wir jetzt tun?
Hier ein paar Überlegungen zur Diskussion:
1. Wir benötigen das Gespräch mit den Gewerkschaften, den Betriebsräten, den Vertrauensleuten - wir müssen nicht nur das Gespräch suchen, wir müssen es jetzt fordern und in diesen Gesprächen mögliche Formen der Zusammenarbeit ausloten, mögliche Unterstützungsformen diskutieren - ÜBERALL! Konkret können wir Webseiten wie diese überall etablieren und die Betriebsräte, Vertrauensleute und Gewerkschaftssekretäre um Beiträge und/oder Informationen bitten. Hier könnten dann auch Aktionen diskutiert werden. Eine Regionalkonferenz "Münsterland" mit den Gewerkschaften sollte einen ersten Anstoß für die weitere Diskussion in den Kreisverbänden geben. Wir brauchen auch klare Ansprechpartner für die Gewerkschaften, damit wichtige Informationen nicht einfach untergehen oder zu einer allgemeinen Verwirrung führen.
2. In unseren Aktionen für "Soziale Gerechtigkeit" müssen wir den Aspekt der "prekären Beschäftigung" stärker aufnehmen, müssen uns gegen Leiharbeit und befristete Verträge aussprechen und wieder LAUT über die Verteilung der Arbeit diskutieren - aber - wir müssen auch wieder über ARBEIT reden und über die Spaltungstendenzen in unserer Gesellschaft, die zu einer "Spaltung des kollektiven Bewusstseins" führen;
3. Wir müssen uns viel stärker mit dem Münsterland beschäftigen und regionalpolitische Forderungen entwickeln, Forderungen, die wir mit unseren Bündnispartnern diskutieren. Wer das Münsterland präsentiert als den "kleinen Tiger", dem es nicht nur gut geht, sondern der eine Vorbildregion sein soll, dem sei an dieser Stelle gesagt - er weiß nicht von was er redet! - oder er weiß sehr genau, von was er redet und nutzt den ideologischen Vorteil, den er NOCH hat!
4. Wir benötigen aussagekräftige Zahlen und Daten zur Entwicklung in der Region - und dafür müssen wir eine zentrale Datenbank aufbauen, die jeder einsehen kann. Die "Herrschenden" werden uns diese Zahlen nicht geben, also werden wir sie uns mühsam besorgen müssen, aber wer die Welt entzaubern will, der muss sich um diese Daten kümmern, da sie die Welt objektivieren. Über die Betriebe in der Region brauchen wir nicht nur die Adressen der Betriebsräte und der Vertrauensleute - wir müssen diese Unternehmen beobachten und uns einen Überblick über ihre Entwicklung verschaffen;
5. Wir benötigen die stärkere Vernetzung unserer Arbeit - und dafür haben wir am Wochenende den Grundstein auf der Regionalkonferenz gelegt - aber dann muss auch "Butter bei die Fische", dann muss auch etwas passieren, denn die besten Beschlüsse reichen nicht, wenn nichts passiert;
6. Wir müssen über "neue Aktionsformen" nachdenken, denn gegen die Krise reicht der Büchertisch oder das Flugblatt nicht mehr aus. Die Krise kommt auch in den Köpfen an, und dagegen müssen wir uns stellen. Wir müssen die "politische Bildungsarbeit" verstärken - intern und extern - und uns intensiver mit den Zusammenhängen befassen. Die Krise der Finanzwirtschaft ist in der Realwirtschaft angekommen, und wenn man den Unkenrufen Glauben schenken darf, dann stehen wir erst am Anfang;
7. Wir müssen die "Krise als Chance" vermitteln, als Chance, dieses System zur Disposition zu stellen - überall - !
8. Wir müssen mit allen Kräften gegen ein "falsches Bewusstsein" kämpfen! Diese Krise ist keine Finanzkrise, keine Rezession, keine Flaute - keine Krise der Amerikaner mit ihrer Wallstreet und GM - wir haben es mit der schwersten Krise des kapitalistischen Systems weltweit zu tun, und unsere Aufgabe ist es, die Logik dieser Krise zu vermitteln und den Menschen klar zu machen, das nur ein Systemwechsel tatsächlich eine Verbesserung bringt;
9. Auf vielen Ebenen brennt es lichterloh und unsere Aufgabe ist es, den Widerstand zu organisieren bzw. zu unterstützen, wo immer er sich manifestiert. Die kommenden Großdemonstrationen in Frankfurt, Berlin und Straßburg sind Orte, wo wir präsent sein und "Flagge zeigen" müssen. Aber auch in der Region müssen wir die Dinge angehen und entsprechende Aktionen einleiten. Dabei muss uns jeder Partner recht sein, der auf der Basis unserer minimalen Forderungen bereit ist, mit uns "Seite an Seite zu marschieren";
10. Es gibt VIEL zu tun - und NICHTS mehr abzuwarten! Die Menschen haben ein Anrecht darauf, dass wir jetzt weitermachen und neue Formen des Widerstands anbieten. Wahlen sind zwar spannend und auch wichtig, aber jetzt geht es um WIDERSTAND, und der muss abseits des Parlaments entwickelt werden. Wir müssen all die Menschen "einbinden", die natürlicherweise "zu uns" gehören! Wenn uns das gelingt, dann schaffen wir auch locker die Aufgaben, die die Geschichte von uns erwartet!
Leiharbeit
SIEHE AUCH HIER (viele weitere Materialien und Links)
2009 Stellungnahme des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zum geplanten Elften Leiharbeitsbericht der Bundesregierung
2009 Zeitarbeit und Tarifverträge - IHK Nordwestfalen
2008 Schwarzbuch Leiharbeit - IG Metall
Tarifverträge Zeitarbeit - BZA – DGB-Tarifgemeinschaft
■ vom 22.07.2003
■ geändert durch Änderungstarifvertrag vom 22.12.2004
■ geändert durch Änderungstarifvertrag vom 30.05.2006
2008 Zeitarbeit in Nordrhein-Westfalen - Strukturen, Einsatzstrategien, Entgelte.
2008 Job-Wunder mit Nebenwirkungen: Entwicklungen in der Leiharbeit
2008 Zeitarbeit in Schleswig-Holstein - Aktuelle Entwicklungstendenzen und Strukturen
2008 Chancen durch Zeitarbeit - Empirische Ergebnisse einer Unternehmensbefragung der IHK Hannover
2008 Umfeldbeobachtung Leiharbeit
2008 Leiharbeit und Verlagerungen als Herausforderung nationaler und grenzüberschreitender Gewerkschaftspolitik in Deutschland
Gesetzeslage der Zeitarbeit
Bundesagentur für Arbeit, Arbeitsmarktberichterstattung: Branchen und Berufe in Deutschland. Entwicklung Dezember 1997 – Dezember 2007, Zeitarbeit, Nürnberg 2008.
Das dazugehörige Tabellenheft „Leiharbeitnehmer und Verleihbetriebe im 2. Halbjahr 2007“ finden Sie im Internet unter: http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/detail/b.html
2007 Zeitarbeit in Deutschland - eine prekäre Beschäftigungsform?
Die Rolle der Zeitarbeit in einem sich ändernden Arbeitsmarkt
Von Prof. Dr. Meinhard Miegel
Stefanie Wahl
Martin Schulte
Gutachten gefördert durch die DIS AG
Bonn, November 2007
2007 Zeitarbeit in Deutschland: In vielen Großunternehmen gängige Praxis
2007 Vorlage zur Internationalen Konferenz zum Thema „Leiharbeit“ - IG Metall Bayern
2007 Sozialreport Zeitarbeit - IG Metall Berlin-Brandenburg
2006 Zeitarbeit nutzen – sicher, gesund und erfolgreich
2005 Zeitarbeit und Interimsmanagement in Deutschland - Ein empirischer und institutioneller Vergleich von Dorothea Alewell
2005 Zeitarbeit in Deutschland: Trends und Perspektiven
2005 Zeitarbeit in Deutschland
2005 Wird Zeitarbeit salonfähig?
2004 Der Beitrag der Analyse der Regulierung der Zeitarbeit zur Steuerung des deutschen Arbeitsmarktes in: DUISBURGER BEITRÄGE zur SOZIOLOGISCHEN FORSCHUNG von Katrin Vitols
2003 Zeitarbeit am Scheideweg Die Folgen der rechtlichen Neuregelungen in der Zeitarbeit Deutscher Industrie- und Handelskammertag
2001 „Entwicklung der Zeitarbeit in Deutschland 1995 bis 2000“ - Abschlussbericht
Was bleibt?
Erstes Ziel der Gewerkschaft sei es, die Leute in ein festes Arbeitsverhältnis zu bekommen. Tschorn: „Wenn das nicht klappt, sollen sie zumindest das gleiche Geld bekommen wie ihre Kollegen, die direkt neben ihnen ihre Arbeit verrichten.“ Der durchschnittliche Lohn eine Leiharbeiters liege in Altenberge zwischen 1200 und 1500 Euro netto. „Die Großzahl fährt täglich bis zu 100 Kilometer zu ihrem Arbeitsplatz. Zieht man die Benzinkosten ab, dann kann man sich ausrechnen, was übrig bleibt“, sagt der Gewerkschafter.
Nehmen wir ein Beispiel - Leiharbeiter bei Cargobull mit 1.450,- € netto - verheiratet - drei Kinder - Ehefrau nicht berufstätig. Das dürfte dann einem Brutto von 1.850,- € entsprechen und einem Stundenlohn von ca. 11,- €. Die Familie würde dann noch 498,- € Kindergeld dazu bekommen - und Ende der Fahenstange!
Im Falle der Kündigung gäbe es - nach Erfüllung der Vorausssetzungen - 955,- € ALG I, also dirket fast 500,- € weniger, also mit dem Kindergeld 1453,- €. Unterstellen wir mal eine Kaltmiete von 560,- €, dann geht das ans Hartz IV Niveau und so schnell landet man im "Dunstkreis" von SGB II mit allen Konsequenzen!
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So ein pseudo-interlektuelles, linkes Gequatsche!
Das Schmitz-Cargobull in den Monaten Januar, Februar und März 2009 einen Umsatzrückgang von 94% im Gegensatz zum Vorjahr hatte, wird hier natürlich nicht geschrieben. In diesem Jahr rechnet Schmitz mit einem Absatzrückgang von 70 - 90%. So viel zum Thema "Profit geht vor"!!!
Zudem ist Schmitz Cargobull, obwohl sie eine AG sind, nicht börsennotiert, sondern ein Familienunternehmen - von "Shareholder Value" kann hier also keine Rede sein.
Man sollte sich erst mal informieren, bevor man hier so einen Blödsinn schreibt.
Quelle:
http://kfz-anzeiger.de/wirtschaft/2235-schmitz-cargobull-massnahmen-gegen-laengere-flaute.html
Natürlich ist es immer schlimm, wenn Mitarbeitern gekündigt wird. Aber wenn 500 Arbeiter entassen werden müssen, damit die restlichen 3500 Arbeiter in Horstmar, Vreden, Berlin, Altenberge, Toddin (MecklenburgVoPo), Gotha (Thüringen), in GB (2 Werke), Littauen und Indien morgen auch noch ihre Familien ernähren können, kann man damit leben.
Zurzeit rettet sich Schmitz mit der Kurzarbeit ganz gut über die Runden. Der großen Koalition sei Dank für dieses Mittel! Denn wenn plötzlich im MONAT nur noch so viele LKW Anhänger gebaut werden, wie früher an einem TAG, gehts doch schon ans Eingemachte. Quelle dafür: siehe Link oben
Aber natürlich wird immer auf die Unternehmer geschimpft. So ein linkes scheiß Gequatsche - ich kanns nicht mehr hören!!!
Bietet doch mal Lösungen anstatt immer nur Rumzuschreien. Euer Vorsitzende, der liebe Oskar ist das beste Beispiel dafür. Dann wenn es ans eingemacht geht, wirft er das Handtuch und verpi**t sich (siehe sein Ministerposten unter Schröder).
Natürlich kommt hier auch wieder die Systemfrage auf. Wenn Euch der Sozialismus bzw. Kommunismus so gut gefällt, zieht doch alle nach Nord-Korea. Da regiert jemand ganz nach Eurem Geschmack - Kommunismus par excellence. Waffen für die Machthaber, aber das Volk hat nichts zu fressen!
Das hätte auch zwei Vorteile: Ihr habt Euren Kommunismus, den ihr so liebt und wir sind Euer dummes gequatsche los.
So weit so Gut
Peter