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ES WIRD ZEIT:

Am 6. und 9. August 1945 zerstörten die ersten beiden Atombomben Hiroshima und Nagasaki – das Atomzeitalter begann mit der Auslöschung zweier Großstädte und unzähligen Toten. Doch bis heute bauen viele Staaten weiterhin offen oder verdeckt eigene Atomwaffen. Die USA und Russland befinden sich in einem neuen extrem gefährlichen atomaren Wettlauf – und auch die Bundesregierung hält am Konzept der nuklearen Abschreckung fest. Die nukleare Teilhabe an den US-Atomwaffen auf dem Luftwaffenstützpunkt Büchel (Rheinland-Pfalz) gehört genauso dazu wie das Festhalten an der Urananreicherung in Gronau und der Uran-Zentrifugen-Entwicklung in Jülich. Die Urananreicherung gilt als "der einfachste Weg zur Atombombe". Darauf wollte bislang keine Bundesregierung verzichten – auch deshalb wurde die Uranfabrik in Gronau nicht in den Atomausstieg aufgenommen und soll unbefristet weiterlaufen!

Betreiberin der Urananreicherungsanlagen in Gronau und im benachbarten Almelo (NL) ist die Urenco, die zu einem Drittel RWE und EON gehört. Zivil hält die Urenco Schrottreaktoren wie Tihange und Doel am Laufen, aber auch Reaktoren in der Ukraine, China, Japan und den USA. Sie ermöglichte den Vereinigten Arabischen Emiraten am Persischen Golf den Einstieg in die Atomkraft. Der Uranmüll aus Gronau wird zeitweise in Gronau gelagert und dann billig in Russland abgeladen, der internationale Uranabbau zerstört die Umwelt und die Gesundheit der Menschen in den betroffenen Regionen.
Und im Hintergrund steht immer auch die militärische Option. Wichtiges Know-How für die pakistanische Atombombe wurde z. B. in den 1970er-Jahren bei Urenco in Almelo geklaut. Seit einigen Jahren spricht Urenco u. a. mit dem Pentagon über die Entwicklung von höher angereichertem Uran sowie den Bau von sog. Mini-Reaktoren für das US-Militär. Urenco will auch in den Niederlanden, Großbritannien und Kanada neue Reaktoren bauen.
Das ist alarmierend, da die Bundesregierung sowie RWE und EON offensichtlich grünes Licht für diese schleichende Militarisierung sowie den AKW-Neubau gegeben haben.
Aus diesem Grund rufen wir für Sonntag, 8. August, zu einer großen Friedens- und Anti-Atomkraft-Demo zur Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau auf. Wir fordern von der zukünftigen Bundesregierung die sofortige Stilllegung der UAA Gronau, der Uran-Zentrifugenentwicklung im rheinischen Jülich, der Brennelementefabrik in Lingen sowie den Abzug der US-Atomwaffen aus Büchel.
Wir fordern eine Zukunft ohne zivile und militärische Atomenergienutzung!
Bitte denkt an Mund-Nasen-Bedeckungen und Abstand! Für Live-Musik auf der Kundgebung sorgt Gerd Schinkel. Weitere Sternradfahrten sind aus Enschede und Ochtrup angekündigt und aus weiteren Nachbarorten geplant.
Bitte teilt uns eure Treffpunkte für Fahrradsternfahrten zur Veröffentlichung unter www.ostermarsch-gronau.de mit. Dort auch weitere Demo-Infos.
Veranstalter: Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster, BI „Kein Atommüll in Ahaus“, Arbeitskreis Umwelt Schüttorf, BI AgiEL – AtomkraftgegnerInnen im Emsland, Elternverein Restrisiko Emsland, Enschede voor Vrede, Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), IPPNW Deutschland. Spenden bitte an: Natur- und Umweltschutzverein Gronau (NUG) e. V., IBAN: DE71 4016 4024 0143 1961 00
Weitere Informationen zum Thema Urananreicherung: www.sofa-ms.de und www.urantransport.de


 


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