Historischer Moment:
Die Linke erstmals im Stadtrat Lüdinghausen vertreten
Zum ersten Mal in der Geschichte der Stadt ist die Partei DIE LINKE im Stadtrat vertreten – ein historischer Moment, der am vergangenen Donnerstag offiziell besiegelt wurde. Nach einem engagierten Wahlkampf und einer intensiven Aufbauphase gelang es der jungen Partei, in kurzer Zeit und auf Anhieb in Fraktionsstärke in den Stadtrat einzuziehen.
Mit Simon Salahshour und Paul Szitar stellt DIE LINKE künftig zwei Stadtratsmitglieder, die nun feierlich vereidigt wurden. Im Anschluss durften sich beide in das Goldene Buch der Stadt eintragen – ein symbolischer Akt, der die Bedeutung dieses politischen Neuanfangs unterstreicht.
Schon bei der konstituierenden Sitzung machten Salahshour und Szitar mit ersten Wortmeldungen deutlich, wofür sie stehen: soziale Gerechtigkeit, Transparenz und eine starke Stimme für diejenigen, die sonst zu wenig Gehör finden.
„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit im Stadtrat und wollen den Diskurs deutlich in Richtung Gerechtigkeit und Teilhabe verschieben“, erklärte Simon Salahshour nach der Sitzung. Auch Paul Szitar betonte, dass die Fraktion DIE LINKE eine konstruktive, aber klare Rolle einnehmen wolle: „Wir sind hier, um Verantwortung zu übernehmen und neue Perspektiven in die politische Diskussion einzubringen. Wir sind keine Krawallmacher.“
Der Ortsverband Kreis Coesfeld Süd blickt derweil schon nach vorn: In den kommenden Wochen sind verschiedene politische Aktionen und Veranstaltungen geplant, um mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen und lokale Themen aktiv aufzugreifen.
Mit dem Einzug in den Stadtrat ist DIE LINKE nun auch kommunalpolitisch fest verankert – ein Erfolg, der Mut macht und den politischen Wettbewerb in der Stadt bereichert.
Wahlprogramm Lüdinghausen 2025
Unser Wahlprogramm für die Kommunalwahl in Lüdinghausen 2025
- Wahlprogramm LH beschlossene Fassung 17.06. PDF-Datei (492 KB)
Kurzwahlprogramm Lüdinghausen
Kommunalwahl 2025
Fragen zur Kommunalpolitik Lüdinghausen
Antworten auf die Anfragen der Westfälische Nachrichten
- Wir unterstützen die Errichtung der Windräder ausdrücklich – aber nur, wenn Bürgerinnen und Stadt dauerhaft von den Gewinnen profitieren und alle Betroffenen transparent informiert und eingebunden werden. Dafür wollen wir kommunale Beteiligungen ausbauen, indem wir städtische Rücklagen investieren und Energiegenossenschaften stärken, um Bürgerinnen Teilhabe an den Gewinnen zu ermöglichen. Wir sind uns sicher, dass das für unsere Stadt ein Gewinn-Geschäft wäre. So sichern wir uns günstigen Ökostrom vor Ort, erzielen Gewinne durch Stromverkäufe und leisten einen echten Beitrag zum Klimaschutz.
- Kurzfristig braucht es Tempo 30, mehr Querungshilfen und Lärmschutz im Ortskern. Langfristig setzen wir uns entschieden für eine Umgehungsstraße ein, um Seppenrade, aber auch Lüdinghausen dauerhaft vom Durchgangsverkehr zu entlasten. Dafür fordern wir den nötigen politischen Druck auf die verantwortlichen Entscheiderinnen ein. Ergänzend zur Umgehungsstraße sollten Möglichkeiten zur Logistik lokaler Betriebe über Kanal und Schiene geprüft werden, um den Verkehr zu beruhigen und attraktiver für Neuansiedlungen zu werden. Die Lebensqualität der Menschen hier vor Ort muss immer Priorität haben.
- Die Belastung der Valve ist vor allem aufgrund des Durchgangsverkehrs hoch. Wir wollen konkrete Sofort-Maßnahmen: Tempo 30 im Stadtgebiet, Verkehrsberuhigung, sowie Schulweg- und Anwohnerinnenschutz. Perspektivisch muss hier die Umgehungsstraße Teil der Lösung sein. Zusätzlich setzen wir auf eine Verbesserung des lokalen ÖPNVs und noch mehr Fokus aufs Fahrradfahren, um Alternativen im Verkehr innerorts zu schaffen - nachhaltig, sozial gerecht, klimafreundlich. Wichtig ist, den Verkehr nicht auf die umliegenden Straßen zu verlagern; stattdessen braucht es eine echte Lösung des Problems.
- Wir fordern mehr Fahrradstraßen in ganz Lüdinghausen und Seppenrade. Auf der Steverstraße muss der Radverkehr nicht nur auf dem Papier Vorrang bekommen, sondern auch in der Praxis. Deshalb schlagen wir Tempo 10 für Autos vor. Da wären die meisten Radfahrer schneller unterwegs. Im Verbund mit anderen Kommunen können wir eigene Blitzer aufstellen, um das durchzusetzen und auch an anderen gefährlichen Stellen Sicherheit zu schaffen. Radfahren in Lüdinghausen und Seppenrade soll sicher, attraktiv und für alle Generationen möglich sein. Das entlastet uns alle und schützt Umwelt und Gesundheit.
- Die Brücke gehört nicht unserer Stadt, hat das Ende ihrer Lebensdauer erreicht und enthält Schadstoffe. Wir müssten die Brücke kaufen und vermutlich Millionen investieren, egal was wir damit machen würden - das lehnen wir ab. Öffentliche Gelder wollen wir lieber in Bildung, Wohnraum und soziale Infrastruktur investieren. Statt Nostalgie-Politik setzen wir darauf, Verantwortung für unsere Zukunft zu übernehmen, den städtischen Haushalt solide zu führen und die Prioritäten für Investitionsentscheidungen zukunftsgerichtet zu setzen. Unseren Kindern bringen Schulen mehr als ein Brückendenkmal.
- Die Rialtobrücke ist nicht barrierefrei und sowohl für Kinder als auch für Ältere und Menschen mit Bewegungseinschränkungen eine Hürde, fast schon ein Risiko. Deshalb unterstützen wir einen Neu- oder Umbau, der auch die Bedarfe des Hochwasserschutzes berücksichtigt. Eine kostengünstige Holzkonstruktion, wie wir sie in Lüdinghausen kennen, ermöglicht Barrierefreiheit, schont die Umwelt, fügt sich gut ins Stadtbild ein und ist verhältnismäßig günstig. Für uns ist klar: Alle Menschen müssen die Stadt sicher und gleichberechtigt durchqueren können.
- Die Burg Wolfsberg soll saniert und als öffentliches Gebäude sinnvoll genutzt werden - z. B. für soziale, kulturelle oder gemeinwohlorientierte Zwecke. Dabei muss die historische Bausubstanz möglichst unverändert für die kommenden Generationen erhalten bleiben. Denkbar sind Räume für Vereine, Initiativen, Kultur oder Veranstaltungen. Außerdem wünschen wir uns einen Bereich im Erdgeschoss, der der historischen Burg gewidmet ist und für die Öffentlichkeit und Touristen attraktiv ist.
- Wohnen ist ein Grundrecht. Wir fordern kommunalen Wohnungsbau, mindestens 40 % Sozialbindung bei Neubauten und entsprechend klare Vorgaben in Bebauungsplänen. Ein Teil der städtischen Grundstücke soll zukünftig nur vergeben werden, wenn darauf dauerhaft günstige Mietwohnungen gebaut werden. Zusätzlich wollen wir die Aktivität von Baugenossenschaften fördern, um auch Menschen mit wenig Geld ein dauerhaft sicheres und bezahlbares Zuhause zu garantieren. Wir sind für gutes Wohnen für alle und gegen die Gewinnmaximierung von Privatinvestoren.
Gründung Ortsgruppe Südkreis Coesfeld - Presseartikel
Frischer Wind von links!
Frischer Wind von links!
Neuer Ortsverband DIE LINKE gegründet – Für soziale Gerechtigkeit vor Ort
Mit dem Ziel, soziale Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit auch auf kommunaler Ebene im südlichen Kreis Coesfeld stärker zu vertreten, wurde am 17.06.25 in Lüdinghausen ein neuer „Ortsverband Süd“ der Partei DIE LINKE gegründet. Durch die zuletzt stark gestiegenen Mitgliederzahlen kamen viele engagierte Mitglieder und Unterstützer:innen zur Gründungsversammlung zusammen, um die organisatorischen Grundlagen zu schaffen und den politischen Kurs vor Ort mitzugestalten. Der Ortsverband "Die Linke Südkreis Coesfeld" ist ein Zusammenschluss aus den Gemeinden Lüdinghausen, Senden, Olfen, Ascheberg und Nordkirchen.
In der konstituierenden Sitzung wurden eine Satzung beschlossen und ein Vorstand gewählt. Dabei stand der Wille im Mittelpunkt, linke Politik nah an den Menschen zu machen – für bezahlbaren Wohnraum, gute Bildung, ökologische Nachhaltigkeit und eine solidarische Kommune.
„Gerade in Zeiten wachsender Ungleichheit ist es wichtig, dass es eine starke linke Stimme gibt – auch hier bei uns vor Ort“, betonten die neugewählten Sprecher des Ortsverbandes. Die Mitglieder des neuen Verbands sehen sich als Anlaufstelle für alle Bürger:innen, die für soziale und ökologische Gerechtigkeit in ihren Städten und Gemeinden eintreten wollen.
Bei der Kommunahlwahl im September wird Die Linke in den Gemeinden Lüdinghausen und Senden antreten. Mit Infoständen, Veranstaltungen und aktiver Beteiligung an kommunalpolitischen Debatten will der neue Ortsverband in den kommenden Monaten Präsenz zeigen und Veränderungen anstoßen. Des Weiteren arbeitet der Ortsverband Süd an seiner Internetpräsenz und ist in Kürze u.a. auf Social-Media-Plattformen zu finden
